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Wir über uns: Wie alles begann                                                                                        




Die "Montagsgruppe Gera" existiert schon ziemlich lange.

Unter dem Dach der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes in unserer Stadt war die Gruppe eine begleitete Selbsthilfegruppe. "Begleitet" bedeutet, es war während der Gruppenstunden immer ein erfahrener Sozialpädagoge oder -therapeut anwesend, der die Gruppenstunde anleitete.

Im Laufe der Jahre sind natürlich jede Menge Leute gekommen und auch weider gegangen, nur selten war ein fester Personenkreis zu finden, der über längere Zeit die Gruppe besuchte. Innerhalb von ein paar Jahren jedoch änderte sich dies. Die Qualität der Gruppe war hoch, immer öfter wurde von Seiten der Beratungsstelle auf die Begleitung verzichtet.

Und irgendwann war auch die Kapazität der Unterbringung so vieler Gruppenmitglieder nicht mehr gegeben. So entschlossen sich einige Gruppenmitglieder, schweren Herzens "Ade!" zu sagen und in einer eigenständigen Gruppe außerhalb der Beratungsstelle Fuß zu fassen.

Da sich der Termin bei Vielen so einprägte und auch die Wochenplanung darauf ausgerichtet war, beschloss man gemeinsam, der Gruppe den Namen "Montagsgruppe Gera" zu geben.

Ein Gruppenraum war Dank der Unterstützung der Stadt Gera und der hier ansässigen Ehrenamtszentrale mit der wiederum dort integrierten Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen schnell gefunden. Und so trafen wir uns ab August 2003 wöchentlich am Montag in der Debschwitzer Straße.





Es sollte aber nicht das Ende der Veränderungen gewesen sein, denn die Ehrenamtszentrale zog aus Kostengründen in die Innenstadt um. Zum Glück und auch Dank des Einsatzes der dort beschäftigten Mitarbeiter wurde aber ein Objekt gefunden, in welchem neben anderen Selbsthilfegruppen auch unsere Gruppe weiter ein Zuhause fand.

Zwischen 10 und 20 Mitglieder zählt unsere Gruppe inzwischen. Auch wenn in den Gruppenstunden aus verschiedenen Gründen nicht immer "volles Haus" zu verzeichnen ist, so ist bei uns doch eine interessante Gemeinschaft aus Männern und Faruen entstanden, die an dem gemeinsamen Ziel, der dauerhaften Abstinenz, hart arbeitet und sich dabei gegenseitig unterstützt.

Neben der wöchentlichen Gruppenstunde unternehmen wir gemeinsam auch andere Aktivitäten. Klinikbesuche, Erfahrunsaustausch mit anderen Selbsthilfegruppen, Theaterbesuche, gemeinsame Nachmittage und traditionelle verschiedener Veranstaltungen wie das Holzmühlenfest in Kömmeritz gehören hier zu den Wichtigsten.

Aber auch Fortbildungsmaßnahmen, wie z. B. die Wochenendseminare in Lützensömmern zu verschiedenen Themen betreffend Sucht, Familie und Gruppenarbeit und auch der Selbsthilfetag in der Fachklinik Richelsdorf gehören hierzu.

Das lange Miteinander hat uns als Gruppe sehr zusammenrücken lassen. Wir unternehmen auch privat viel miteinander und so sind im Laufe der Jahre viele nicht mehr wegzudenkende Freundschaften entstanden.

Natürlich sind auch neue Interessierte bei uns herzlich Willkommen. U. a.  vermittelt von der Suchtberatungsstelle fanden in letzter Zeit immer mehr von Ihnen den Weg zu uns - und blieben dabei....

Solltest auch Du einen Ort suchen, wo Du über Dein Alkoholproblem frei sprechen kannst, dann bist Du natürlich bei uns genau richtig und herzlich Willkommen.

Du solltest Dir aber vorher über unsere Gruppenregeln im Klaren sein, die da lauten:


1.Zur Gruppenstunde erscheinen wir nüchtern.
2.Handy bitte ausschalten.
3.Alles, was hier gesprochen wird, bleibt auch in diesem Raum.
4.Wir sagen "ich", nicht "wir" oder "man".
5.Wir sprechen nur über anwesende Personen.
6.Jeder Beitrag ist hier erwünscht.
 

Solltest Du Dich mit diesen Regeln anfreunden können, dann findest Du uns hier»

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