DieHolzmühle Kämmeritz ist eine stillgelegte Wassermühle undAdaptionseinrichtung in der Trägerschaft der Evangelisch-LutherischenKirche Thüringens, in der suchtmittelabhängige Menschen über Zeiträumevon einem bis zu zwei Jahren gemeinsam leben, sich selbst versorgen undsich damit auf Ihr Leben ohne das Suchtmittel vorbereiten. Sie bietetgegenwärtig Platz für ca. 22 alkohol- und drogenabhängige Menschen. Jährlichfindet hier ein Tag der offenen Tür statt, das so genannte "Holzmühlenfest", bei dem sich die Einrichtung der breiten Öffentlichkeit präsentiert und Handwerkern sowie Gewerbetreibenden derRegion Gelegenheit bietet, sich selbst zu präsentieren, ihre Warenanzubieten und zu verkaufen. Nachunserem regelmäßigen Besuch in den Jahren zuvor haben wir festgestellt,dass es leider keine konkreten Angebote zum Thema Sucht gab. Dieswollten wir in diesem Jahr verbessern und nach kurzen Kontakt mitLeiterin der Holzmühle wurden wir herzlich eingeladen, unsereSelbsthilfegruppe im Rahmen des Holzmühlenfestes vorzustellen. Für uns sollte dies die erste Möglichkeit sein, uns als Gruppe mit unseren Gedanken, Zielen und Unternehmungen in der Öffentlichkeit zupräsentieren. Und so liefen die Vorbereitungen ab Juli auf Hochtouren. Nach Kontaktaufnahme mit einigen Einrichtungen, wie z. B. Fachkliniken,wurde uns zahlreiche Unterstützung in Form verschiedenerInformationsmaterial zu Teil. Diese und auch selbst gestalteteHandzettel, unter anderen aus Erfahrungen bereits besuchterVeranstaltungen, haben wir an unserem Infostand für Besucherbereitgelegt. Schließlich unterstützte uns die Firma Praktiker GmbH noch mit der kostenlosen Leihgabe eines Videoabspielgerätes. So konnten wir dieVideopräsentation der Fachklinik Richelsdorf - einer Suchtklinik in Waldhessen - vorführen. Wirhatten einen Pavillon sowie diverse Tische und Stühle selbstorganisiert hatten, und so ging die Fahrt am 05.09.2004 um 11.30 Uhr gemeinsam in Gera los. Etwa gegen 12.15 Uhr kamen wir in Kämmeritz an, wo ein Schild unseren Standort anzeigte.
Dieshat uns wiederholt gezeigt, dass das Thema Alkohol zwar "gesellschaftsfähiger" geworden ist, jedoch dem Missbrauch oder gar derAbhängigkeit ein Großteil der Menschen sehr befangen gegenübersteht,solange sie nicht selbst oder ein naher Angehöriger davon betroffen ist.
Nachdem wir uns noch alle abwechselnd das gesamte Umfeld des Holzmühlenfestesangeschaut hatten, brachen wir schließlich gegen 17.30 Uhr die Zeltewieder ab, mit dem festen Entschluss, im nächsten Jahr - noch etwasbesser vorbereitet - wieder zu kommen. Alles in allem war ich persönlich sehr zufrieden mit unserer ersteneigenstündigen Präsentation, auch wenn es Verbesserungen geben muss. Sofehlte z. B. ein genauerer Hinweis unserer Arbeit im Bezug auf dieAußenwirkung. Viele der Besucher haben den Zweck unserer Gruppe erstbei Nachfrage oder genaueren Hinschauen mitbekommen. Auch fehlte einkleiner Handzettel, in dem wir uns als Gruppe konkret vorstellen " aberich bin mir sicher, dass wir diese Dinge im nächsten Jahr besseranpacken werden. Ich jedenfalls möchte im nächsten Jahr wieder dabeisein!
- der Fachklinik Richelsdorf, für die schnelle, unbürokratische kostenlose und sehr umfangreiche Bereitstellung von Informationsmaterial über die Fachklinik, - der Fachklinik Klosterwald, für die Bereitstellung eines Infomationspaketes, - der DAK, für die Bereitstellung von Informationsmaterial, - der IKK, für die Bereitstellung von Fördermitteln gemäß § 20 Absatz 4 SGB V, durch die die Kosten für das benötigte Benzin für die so zahlreichen Teilnahme abgedeckt werden konnten.
Uwe G, Montagsgruppe Gera In diesem Jahr war es am 04.09.2005 wieder so weit. Erstmals konnten wir die von uns kreierte Selbstdarstellung unserer Gruppe imFormat eines DIN A4 Faltblattes ausgeben und somit alle wichtigen undunserer Ansicht nach notwendigen Informationen über unsere Gruppe anden Mann bzw. die Frau bringen. Gleichzeitighaben wir durch tatkräftige Unterstützung der Krankenkassen KKH und DAKeinige neue Broschüren allgemein zum Thema Sucht und zum ThemaAlkoholabhängigkeit im Besonderen erhalten. Die KKH übernahmfreundlicherweise das Kopieren unserer Selbstdarstellung sowie desMerkblattes "Organschäden durch Alkoholgenuß" und des erstmals von unsangebotenen "Selbsttests Alkoholabhäniggkeit" (nach Jellinek), welche wir versuchen wollten reichlich zu verteilen. Um12.30 Uhr trafen wir uns dann und fuhren gemeinsam zur Holzmühle Kämmeritz, welche uns aufgrund unserer verspäteteten Anfrage erst kurzvorher die Teilnahme bestätigt hat. Gegen 13.15 Uhr kamen wir dann anund begannen wie im Vorjahr sofort mit dem Aufbau unseres neuerworbenen Pavillions, welches sich dann als doch schwieriger erwies,als wir gedacht hatten. Und so waren wir mit dem vollständigen Aufbau doch bis 14.15 Uhr vollbeschäftigt - aber dann war unser Pavillion endlich einsatzbereit. Mehrere Damen unserer Gruppe haben wie im vergangenen Jahr für unser leibliches Wohl mit Kaffee und Kuchen gesorgt. ![]() ![]() Obwohlgut vorbereitet, immer ansprechbar und auf die interessiert Schauendenzugehend mussten wir leider in diesem Jahr noch mehr feststellen, dassdas allgemeine Interesse an der Krankheit Alkoholismus und deren Folgennoch mehr gesunken war, und das, obwohl unserer Ansicht nach viel mehrBesucher als im vergangenen Jahr das Holzmühlenfest besuchten, wasnicht zuletzt am doch noch vorzüglichen Sonnenwetter lag. Mit einigenBetroffenen, die sehr interessiert bei uns hereinschauten, führten wirdennoch konstruktive Gespräche. Ganz besonders gefreut haben wir uns dabei über den Besuch einiger unsererneu gefundenen Freunde der "Ranch", die wir erst einige Wochen vorherbesuchen durften. Informationsbroschüren und Selbststests wurden von den Gästen unseres Standes gern angenommen, jedoch nur eine Person war bereit, diesen vor Ort auszufüllen, brach aber mit großem Entsetzen gleich bei der zweiten Frage ab. UnserFazit: Alles in Allem war es in erster Linie ein sehr schöner Tag für uns als Gruppe, hat es doch wieder einmal gezeigt, was wir gemeinsamauf die Beine stellen und repräsentieren können. Schon allein deshalblohnt es sich, auch im nächsten Jahr - mit vielleicht wieder ein paarneuen Ideen - dabei zu sein. Gut angekommen ist unsere Selbstdarstellung in Form des Faltblattes,welches wir doch mehrfach weitergegeben haben. Eine Druckversionunserer Selbstdarstellung findest du hier. Die erneut reichhaltig gesammelten und erstellten Informationsbroschürenwerden wir, wie z. T. im vergangenen Jahr bereits geschehen, noch inden uns bekannten Arztpraxen und der Diakonie verteilen. Natürlich möchte ich auch unseren Nachwuchs nicht vergessen. Sie hatten bei Tierschau, Pferdereiten und Eisessen von uns ![]() ![]() ![]() Zum Abschluss möchten wir uns an dieser Stelle auch diesmal recht herzlich bedanken bei: Der Firma Praktiker für das zur Verfügung stellen von diversen Prospektständern,
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Unsere nächsten Veranstaltungen: |
Wir wünschen allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins Jahr 2012. |